
Nahrungsergänzungsmittel im Sport, die wirklich wirken: der evidenzbasierte Leitfaden (2026)
Wirksame Dosierungen, Einnahmezeitpunkte, Risiken und Kosten von Kreatin, Koffein, Nitrat, Protein und weiteren Nahrungsergänzungsmitteln für den Ausdauersport.
Von Ramon Curto · Aktualisiert am 4. August 2026
Die meisten Nahrungsergänzungsmittel im Sport sind vor allem Lärm: plausible Mechanismen, aber deutlich weniger Belege, als die Werbung vermuten lässt. Eine kurze Auswahl kann sinnvoll sein, jedoch nur für den richtigen Wettkampf, die richtige Dosis und die richtige Person. Koffein und Kohlenhydrate können im Wettkampf unterstützen; Kreatin und Protein helfen meist über Training und Erholung.
Ernährung, Schlaf, progressives Training und erprobte Wettkampfverpflegung kommen zuerst. Nahrungsergänzungsmittel beheben weder eine zu geringe Energieverfügbarkeit noch schlechten Schlaf, unpassendes Training oder einen nicht diagnostizierten Mangel. Sie sind gezielte Werkzeuge, kein obligatorischer täglicher Stapel.
| Nahrungsergänzungsmittel | Evidenz | Wirksame Dosis | Zeitpunkt | Ca. Kosten €/Monat |
|---|---|---|---|---|
| Kreatin-Monohydrat | Solide | 3–5 g/Tag | Täglich; der Zeitpunkt ist zweitrangig | €8–18 |
| Koffein | Solide | 3–6 mg/kg | Meist 45–60 min vor dem Start; kleinere späte Dosen können wirken | €1–10 |
| Wettkampfkohlenhydrate: Gels/Getränke | Solide | 30–60 g/h; bis 90 g/h bei langen Wettkämpfen | Im Wettkampf, vorher im Training erprobt | €10–80 |
| Protein | Solide | Insgesamt 1,4–2,0 g/kg/Tag | Auf 3–5 Mahlzeiten; Ergänzung nur bei einer Ernährungslücke | €15–45 |
| Nitrat/Rote-Bete-Saft | Solide | 6–8 mmol Nitrat, etwa 350–500 mg | 2–3 h vor Zieleinheit oder Wettkampf | €15–45 |
| Natriumbicarbonat | Solide bei hochintensiven Anforderungen | 0,2–0,3 g/kg | Etwa 120–180 min vorher; individueller Test zwingend | €2–15 |
| Beta-Alanin | Solide für wiederholte oder intensive Belastungen von 1–10 min | 4–6,4 g/Tag, aufgeteilt | Täglich für mindestens 4 Wochen | €10–25 |
| Elektrolyte/Natrium | Solide, wenn Verluste und Bedingungen es rechtfertigen | Oft 0,5–0,7 g Natrium/L Flüssigkeit; individualisieren | Bei langen/heißen Wettkämpfen und nach Bedarf zur Erholung | €5–30 |
| Kollagen | Vielversprechend | 20 g hydrolysiertes Kollagen/Gelatine | 40–60 min vor Sehnen-Reha oder Sehnenbelastung | €20–45 |
| Sauerkirsche | Vielversprechend | Entspricht 90–200 Kirschen/Tag in einem standardisierten Produkt | 4–7 Tage vor und 2–4 Tage nach stark belastendem Wettkampf | €20–60 pro Interventionsmonat |
| Omega-3 | Vielversprechend, kein Leistungsbooster | 0,5–1 g/Tag EPA+DHA; teils kurzfristig 1–2 g/Tag | Zu einer Mahlzeit, wenn wenig fetter Fisch gegessen wird | €8–25 |
| Eisen | Nur bei diagnostiziertem Mangel vielversprechend | Üblich 100 mg elementares Eisen/Tag oder jeden zweiten Tag | Morgens unter medizinischer Begleitung | €3–12 |
| Vitamin D | Nur bei niedrigem Status vielversprechend | Üblich 2.000 IE/Tag für 1–2 Monate | Zu einer Mahlzeit, anschließend erneut testen | €2–8 |
| Isolierte BCAA | Bei ausreichendem Protein unzureichend | Keine Leistungsdosis gerechtfertigt | Nicht priorisieren | €15–35 |
| Glutamin für die Leistung | Unzureichend | Keine Leistungsdosis gerechtfertigt | Nicht priorisieren | €10–25 |
| Fettverbrenner | Unzureichend; Sicherheit unterschiedlich | Keine evidenzbasierte Dosis | Meiden | €15–60 |
| Testosteronsteigerer | Unzureichend; teils hohes Anti-Doping-Risiko | Keine evidenzbasierte Dosis | Meiden | €20–60 |
Die Kosten sind grobe Spannen, keine Empfehlungen. Sie wurden aus spanischen Handelspreisen vom August 2026 für Energie und Ausdauer sowie Athletengesundheit gerundet; der tatsächliche Aufwand hängt von Körpermasse, Wettkämpfen und Packungsgröße ab.
Ausgangspunkt ist das Sports Supplement Framework des Australian Institute of Sport: Gruppe A umfasst Produkte mit starker Evidenz für bestimmte Sportsituationen, Gruppe B aufkommende oder kontextabhängige Optionen, Gruppe C besitzt keinen überzeugenden Nutzen und Gruppe D ist verboten oder hochriskant. Zusätzlich prüften wir Stellungnahmen der ISSN, den IOC-Konsens sowie begutachtete systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen.
Die Stufe beschreibt das Vertrauen für einen genau definierten Einsatz, nicht eine allgemeine Verordnung. Eine kleine gesponserte Studie beweist keinen generellen Effekt, und statistische Signifikanz muss keinen relevanten Wettkampfvorteil bedeuten. Die Quellen wurden am 4. August 2026 geprüft; die Gesamtevidenz hatte Vorrang vor Markenaussagen, persönliche Selbstversuche galten nicht als Beleg.
Kreatin erhöht das intramuskuläre Phosphokreatin und unterstützt die schnelle ATP-Neubildung bei harten Belastungen. Es ist kein Marathonbrennstoff, kann aber Krafttraining, wiederholte Sprints, Tempowechsel und Endgeschwindigkeit fördern. Die AIS-Empfehlung nennt 3–5 g täglich; eine Ladephase mit ungefähr 0,3 g/kg/Tag über fünf Tage ist optional. Ohne Ladephase steigen die Speicher in etwa vier Wochen.
Einfaches Monohydrat regelmäßig einnehmen; die genaue Uhrzeit ist zweitrangig. Es passt zu Ausdauersportlern, die Kraft, Sprint oder wiederholte hohe Leistung trainieren. Eine anfängliche Wasserzunahme von 1–2 kg kann vor gewichtssensiblen Zielen relevant sein; aufgeteilte Ladedosen reduzieren Magen-Darm-Beschwerden. Am Wettkampfmorgen gibt es keinen akuten Effekt. Nierenerkrankungen, Schwangerschaft, Medikamente oder andere gesundheitliche Fragen erfordern Fachberatung.
Koffein senkt über die Blockade von Adenosinrezeptoren das Belastungsempfinden und erhöht die Wachheit. Die ISSN-Stellungnahme findet bei 3–6 mg/kg verlässliche Ausdauervorteile; mehr ist nicht besser, manche reagieren bereits unter 3 mg/kg. Klassisch erfolgt die Einnahme 45–60 Minuten vor dem Start, während Kaugummi und kleine Dosen im Wettkampf anders wirken.
Es eignet sich für Läufer, Radsportler, Triathleten und HYROX-Athleten, die genau diese Dosis erprobt haben. Mögliche Folgen sind Angst, Zittern, Darmbeschwerden, erhöhter Puls und schlechter Schlaf. Das AIS nennt eine Halbwertszeit von etwa fünf Stunden. Keine fremde Dosis kopieren und Kaffee, Gels sowie Getränke nicht ungezählt kombinieren. Jugendliche, Schwangere sowie Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen, Angststörungen oder Medikamenten brauchen individuelle Beratung.
Kohlenhydrate stabilisieren den Blutzucker und versorgen die Muskulatur, wenn interne Speicher begrenzen. Die Ausdauerevidenz ist besonders klar. Die AIS-Gel-Empfehlung nennt 30–60 g/h für Belastungen von 1–2,5 Stunden und bis zu 90 g/h aus mehrfach transportierbaren Kohlenhydraten ab ungefähr 2,5–3 Stunden. Bei kurzen harten Belastungen kann bereits der Mundkontakt helfen.
Früh beginnen und die Zufuhr verteilen, statt auf den Einbruch zu warten. Das ist sinnvoll bei langem Laufen, Radfahren, Triathlon und langen HYROX-Vorbereitungseinheiten, nicht bei jeder lockeren Einheit. Risiken sind Magen-Darm-Probleme und eine unpassende Flüssigkeitsmenge. Den Darm trainieren, Kohlenhydratgramm statt Packungen zählen, konzentrierte Gels mit ausreichend Wasser nehmen und den Verpflegungsplaner vor der Wettkampfwoche nutzen.
Protein liefert essenzielle Aminosäuren für Umbau und Reparatur; Pulver ist nur eine praktische Lebensmittelart. Die ISSN-Stellungnahme setzt die meisten trainierenden Erwachsenen bei 1,4–2,0 g/kg/Tag an, verteilt auf drei bis fünf Mahlzeiten. Etwa 20–40 g beziehungsweise 0,25–0,4 g/kg pro Mahlzeit sind praktikabel, aber kein verpflichtender Shake-Zeitplan.
Es kann bei hoher Belastung, wenig Appetit, pflanzlicher Ernährung oder schwieriger Erholungslogistik helfen. Wer das Ziel mit Mahlzeiten erreicht, gewinnt wenig durch zusätzliches Pulver; das AIS priorisiert Lebensmittel. Ein Überschuss kann Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Vielfalt verdrängen, Milchprodukte können Beschwerden auslösen. Nierenerkrankungen oder eine verordnete eiweißarme Ernährung brauchen klinische Begleitung.
Nahrungsnitrat wird zu Nitrit und anschließend Stickstoffmonoxid, was Gefäßfunktion und muskuläre Effizienz verbessern kann. Das AIS-Protokoll verwendet 6–8 mmol, etwa 350–500 mg, zwei bis drei Stunden vor der Belastung. Auch eine mehrtägige Ladephase ist möglich; antibakterielle Mundspülung kann die Umwandlung im Mund abschwächen.
Die Effekte sind klein und variabel, am ehesten bei harten Belastungen von 4–30 Minuten und bei Nicht-Eliteathleten. Ein 5-km-Lauf, Zeitfahren oder intensiver Abschnitt kann passen, ein Vorteil im Ultramarathon ist nicht garantiert. Rosa Urin oder Stuhl ist harmlos, Darmbeschwerden sind möglich. Niedriger Blutdruck oder Nitratmedikamente verlangen Beratung. Eine standardisierte Nitratdosis wählen, kein Getränk ohne Mengenangabe, und vorher testen.
Natriumbicarbonat erhöht die extrazelluläre Pufferkapazität und erleichtert bei sehr intensiver glykolytischer Arbeit den Abtransport von Wasserstoffionen. Die ISSN-Stellungnahme stützt 0,2–0,3 g/kg, besonders bei intensiven Belastungen von 30 Sekunden bis 12 Minuten und wiederholten Intervallen. Die Einnahme 120–180 Minuten vorher mit einer kohlenhydratreichen Mahlzeit kann die Verträglichkeit verbessern.
Es passt eher zu Bahnradverfolgung, hartem Schlussanstieg oder wiederholten HYROX-Stationen als zu gleichmäßigem Ausdauertempo. Übelkeit, Durchfall, Blähungen und Erbrechen können den Nutzen vollständig aufheben; individuelle Tests und geteilte oder verkapselte Protokolle sind entscheidend. Die hohe Natriumlast macht spontanen Einsatz bei Bluthochdruck sowie Nieren-, Herz- oder Medikamentenproblemen ungeeignet. Nie erstmals im Wettkampf verwenden.
Beta-Alanin erhöht das Muskelcarnosin, einen intrazellulären Puffer bei anhaltender intensiver Arbeit. Die ISSN-Stellungnahme unterstützt 4–6 g/Tag für mindestens zwei bis vier Wochen; praktische Protokolle erreichen 6,4 g/Tag in vier Dosen zu je 1,6 g mit Mahlzeiten. Das ist eine chronische Ladephase, kein unmittelbarer Effekt vor dem Training.
Ein Nutzen ist bei Belastungen von ein bis vier Minuten, wiederholten Intervallen und harten Blöcken von 30 Sekunden bis 10 Minuten am plausibelsten. Das kann auf der Bahn, bei Radattacken oder im HYROX zählen, verbessert aber nicht direkt den Marathon. Kribbeln ist die typische dosisabhängige Nebenwirkung und nimmt mit kleinen geteilten oder retardierten Dosen ab. Wer nur locker Ausdauer trainiert, hat weniger Kaufgründe.
Natrium hilft, getrunkene Flüssigkeit zu halten und einen Teil der Schweißverluste zu ersetzen; es verhindert nicht jeden Krampf, und mehr ist nicht automatisch besser. Die AIS-Empfehlung nutzt ungefähr 0,5–0,7 g Natrium pro Liter Flüssigkeit als Ausgangspunkt, angepasst an Schweiß, Dauer, Klima und Trinkmöglichkeiten.
Besonders sinnvoll ist es bei langen Wettkämpfen, Hitze, starkem oder salzigem Schwitzen und schneller Rehydrierung. Kurze kühle Einheiten brauchen selten Zusätze. Verluste mit dem Schweißraten-Rechner abschätzen und anschließend erproben. Trinken deutlich über die Verluste hinaus kann selbst mit Elektrolyten eine gefährliche belastungsbedingte Hyponatriämie verursachen. Bluthochdruck, Nieren- oder Herzerkrankungen und natriumbezogene Verordnungen schließen aggressive Ziele ohne Aufsicht aus.
Kollagen liefert Glycin, Prolin und Hydroxyprolin für das Bindegewebe. Frühe Studien sind ermutigend, klinische Ergebnisse bleiben aber unsicher. Die AIS-Empfehlung schlägt 20 g 40–60 Minuten vor einer Sehnenbelastung vor. Es kann fachlich geplante Rehabilitation oder stoßreiches Training ergänzen, ersetzt aber weder progressive Belastung noch genügend Energie und Protein. Es wirkt nicht akut schmerzlindernd. Kosten und Darmbeschwerden sind praktische Nachteile; Verletzungen gehören in professionelle Betreuung.
Polyphenole und Anthocyane der Sauerkirsche könnten oxidativen Stress, Muskelkater und Erholung leicht beeinflussen. Das AIS-Protokoll beschreibt standardisierte Produkte entsprechend 90–200 Kirschen täglich, 4–7 Tage vor und 2–4 Tage nach einem stark belastenden Wettkampf. Die Evidenz ist heterogen: eine kurze Intervention rund um den Wettkampf ist sinnvoller als dauerhafter Antioxidantienschutz. Konzentrate liefern zusätzliche Kohlenhydrate und können Darm- oder Abführeffekte haben.
EPA und DHA wirken an Zellmembranen und Entzündungssignalen, ohne verlässlichen Ausdauer-Leistungsgewinn. Das AIS nennt mögliche physiologische und Erholungseffekte, jedoch ohne ausreichende Beständigkeit. Zuerst fetten Fisch essen; bei geringer Aufnahme sind 0,5–1 g/Tag EPA+DHA zu einer Mahlzeit plausibel, kurzfristig werden unter Begleitung teils 1–2 g/Tag genutzt. Reflux und Darmbeschwerden kommen vor, hohe Dosen können mit Antikoagulanzien interagieren. Es ist kein Wettkampfbrennstoff.
Eisen ermöglicht den Sauerstofftransport; ein Mangel schadet Gesundheit und Ausdauer, zusätzliches Eisen verbessert normale Werte jedoch nicht. Das AIS-Protokoll beschreibt 100 mg elementares Eisen täglich oder jeden zweiten Morgen über 8–12 Wochen, danach erneute Tests unter medizinischer Aufsicht. Läufer, menstruierende Athletinnen, Vegetarier und Höhentrainierende können ein Screening benötigen, keine Selbstmedikation. Verstopfung, Übelkeit und Überladung sind reale Risiken; Ferritin, Hämoglobin, Symptome und Kontext müssen die Behandlung leiten.
Vitamin D unterstützt Knochen, Muskulatur und Immunsystem, doch eine Ergänzung ist vor allem bei nachgewiesen niedrigen Werten vertretbar. Die AIS-Empfehlung nennt 2.000 IE Vitamin D3 täglich für ein bis zwei Monate mit anschließender Kontrolle. Hallentraining, wenig Sonne und Winter erhöhen das Risiko. Chronischer Überschuss kann Hyperkalzämie und Nierenschäden verursachen; bei normalen Werten ist kein Wettkampfvorteil zu erwarten.
BCAA liefern drei Aminosäuren, während Reparatur alle essenziellen Aminosäuren benötigt. Das AIS-Fazit sieht bei ausreichendem hochwertigem Protein kaum eine Begründung für isolierte BCAA. Ein veränderter Labormarker bedeutet nicht automatisch bessere Erholung oder Leistung. Lebensmittel oder vollständiges Protein sind die bessere Wahl.
Glutamin hat biologische Funktionen und konkrete klinische Anwendungen, doch bei gesunden Ausdauersportlern ist kein ergogener Effekt belegt. Eine Metaanalyse fand insgesamt keinen Vorteil für aerobe Leistung, Körperzusammensetzung oder Immunmarker. Routinemäßige Leistungsprodukte haben geringe Priorität; therapeutische Anwendungen sind eine andere medizinische Frage.
Diese Mischungen kombinieren Stimulanzien, Extrakte und unklare Dosierungen. Die NIH-Übersichtsarbeit bewertet die Evidenz vieler Inhaltsstoffe als begrenzt oder wenig überzeugend und warnt vor Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Verunreinigungen. Sie ersetzen keine Energiestrategie und können Schlaf, Herzfrequenzkontrolle und Verpflegung verschlechtern. Besonders im kontrollierten Sport meiden.
Tribulus, DHEA-ähnliche Produkte und Hormonmischungen besitzen keine überzeugende Leistungsevidenz. AIS-Gruppe D führt Prohormone und solche Steigerungsmittel als verboten oder hochriskant; Verunreinigungen erhöhen die Gefahr. Es gibt keine evidenzbasierte Ausdauerdosis. Ein legal wirkendes Etikett garantiert keine Anti-Doping-Sicherheit.
Koffein an die Startzeit anpassen. Bei einem Start um 07:00 Uhr liegt eine erprobte Dosis meist gegen 06:00–06:15 Uhr; am Abend kann sie den Schlaf stören. Langstrecken-Radsportler und -Triathleten bevorzugen eventuell weniger vor dem Start und eine spätere Ergänzung. Kaffee, Gels, Kaugummi und Getränke zusammenzählen.
Kohlenhydrate richten sich nach Dauer und Darmtoleranz: 30–60 g/h für Halbmarathon, olympischen Triathlon oder vergleichbare Belastungen; schrittweise 60–90 g/h für Marathon, lange Radtouren und Langdistanz-Triathlon. HYROX braucht meist einen einfacheren Plan. Mit dem Verpflegungsplaner erstellen und danach Laktat-Gels: Wissenschaft und Preis vergleichen.
Bei Hitze gehört Natrium in einen Flüssigkeitsplan, niemals zu unbegrenztem Trinken. Von gemessenen Schweißverlusten, Bedingungen und Verpflegungsstellen ausgehen; stark und salzig Schwitzende können über mehrere Stunden mehr benötigen als Läufer bei einem kühlen 10-km-Lauf. Ein Ziel im Laufkalender oder Triathlonkalender wählen und den gesamten Ablauf erproben.
Kein Nahrungsergänzungsmittel ist frei von Kontaminationsrisiken. Nicht deklarierte Substanzen oder Kreuzkontamination können einen positiven Befund verursachen; nach dem Prinzip der verschuldensunabhängigen Haftung sind Athleten für alles verantwortlich, was in ihren Körper gelangt. Die aktuelle WADA-Verbotsliste und die Hinweise von Sport Integrity Australia prüfen.
Ist ein Einsatz wirklich begründet, die exakte Charge aus einem unabhängigen Programm wie Informed Sport oder NSF Certified for Sport wählen. Zertifizierung reduziert das Risiko, beweist aber weder Wirksamkeit noch legalisiert sie verbotene Substanzen. Rechnung, Chargennummer und Verpackung aufbewahren.
Minderjährige, Schwangere oder Stillende, Menschen mit Medikamenten sowie Nieren-, Leber-, Herz-Kreislauf-, Magen-Darm-, Stoffwechsel- oder psychischen Erkrankungen müssen zuerst ärztlichen oder sporternährungsfachlichen Rat einholen. Mängel zu behandeln, hohe Natriummengen oder aggressive Koffein- und Bicarbonatdosen zu verwenden, erfordert besonders eine individuelle Beurteilung.
Kreatin unterstützt vor allem Kraft, wiederholte Sprints, Anstiege und Endgeschwindigkeit, nicht die gleichmäßige Laufenergie. Wenn diese Ziele zählen, 3–5 g/Tag konstant einnehmen. Wegen einer möglichen anfänglichen Zunahme an Körperwasser sollte es lange vor einem gewichtssensiblen Wettkampf getestet werden, nicht erst in der Rennwoche.
Bei vielen Erwachsenen wirken 3–6 mg/kg, normalerweise 45–60 Minuten vor der Belastung. Wegen unterschiedlicher Reaktion und Nebenwirkungen niedriger beginnen und alle Quellen addieren. Bei späten Starts kann die lange Halbwertszeit zwar die Leistung verbessern, gleichzeitig aber Schlaf und Erholung verschlechtern.
Die meisten trainierenden Erwachsenen decken Anpassung und Reparatur mit insgesamt 1,4–2,0 g/kg/Tag, verteilt auf drei bis fünf Mahlzeiten. Pulver ist eine optionale Bequemlichkeit, kein überlegenes Nährmittel. Phasen mit hoher Belastung oder Energierestriktion benötigen eventuell eine sporternährungsfachliche Anpassung statt automatisch zusätzlicher Shakes.
BCAA sind drei Aminosäuren, keine vollständige Erholungslösung. Bei ausreichendem Protein und essenziellen Aminosäuren zeigen isolierte BCAA keinen überzeugenden zusätzlichen Nutzen für Ausdauer oder Regeneration. Vollständige Lebensmittel oder Proteine sind der vernünftige Kauf; eine Behauptung zur Muskelsignalgebung ist kein Leistungsbeweis.
Ein Multivitamin ist eine breite Absicherung, kein Leistungssteigerer, und kann ein unbekanntes Problem nicht gezielt korrigieren. Bei vielfältiger, ausreichender Ernährung wird es selten benötigt. Restriktive Ernährung, Symptome oder Mangelverdacht verlangen Beurteilung und gezielte Diagnostik, weil unnötig hohe Dosen ebenfalls schaden können.
Ja. Ein legal aussehendes Produkt kann eine nicht deklarierte verbotene Substanz enthalten oder bei der Herstellung verunreinigt werden. Die strikte Haftung bleibt bestehen. Nur begründete Produkte verwenden, die exakte Charge in einem anerkannten Programm prüfen, Daten aufbewahren und Medikamente sowie Inhaltsstoffe anhand aktueller Anti-Doping-Ressourcen kontrollieren.
Nein. Elektrolyte helfen, wenn Dauer, Hitze, hohe Verluste oder salziger Schweiß einen Ersatzbedarf erzeugen. Wasser und normale Mahlzeiten decken viele kurze, kühle Einheiten. Die Schweißrate schätzen, nicht über die Verluste hinaus trinken und Natrium individuell planen, statt eine universelle Kapsel-pro-Stunde-Regel zu kopieren.
Quellen geprüft am 4. August 2026. SportPlan überprüft diesen Leitfaden jährlich oder früher, wenn das AIS-Rahmenwerk, eine ISSN-Stellungnahme, Anti-Doping-Regeln oder eine wichtige Synthese den Konsens verändern. Preislinks sind ausschließlich Momentaufnahmen des Marktes und keine Produktempfehlungen.
- AIS Sports Supplement Framework
- AIS Group A
- AIS Group B
- AIS Group C
- AIS Group D: prohormones and hormone boosters
- IOC consensus statement on supplements and the high-performance athlete
- AIS creatine guidance
- ISSN position stand: caffeine
- AIS caffeine timing guidance
- AIS sports gels and carbohydrate targets
- ISSN position stand: protein and exercise
- AIS isolated-protein guidance
- AIS beetroot juice and nitrate guidance
- ISSN position stand: sodium bicarbonate
- ISSN position stand: beta-alanine
- AIS electrolyte guidance
- AIS collagen-support guidance
- AIS fruit-polyphenol guidance
- AIS fish-oil and omega-3 guidance
- AIS iron guidance
- AIS vitamin D guidance
- AIS BCAA consensus
- Meta-analysis of glutamine supplementation
- NIH fact sheet: dietary supplements for weight loss
- NIH fact sheet: supplements for exercise and athletic performance
- WADA Prohibited List
- Sport Integrity Australia: supplements in sport
- Informed Sport batch-testing programme
- NSF Certified for Sport
- Spanish retail price snapshot: energy and endurance
- Spanish retail price snapshot: athlete health
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